Vaterland Story

Qualitativ hochwertige Produkte, funktionell, authentisch und fair produziert, mit deren Kauf nicht nur das eigene Wohlbefinden gestärkt wird, sondern gleichermaßen Attribute der Partizipation, der Solidarität und der Verantwortung erfüllt werden.

Wirtschaftlichkeit auf der Grundlage sozial-religiöser Verantwortung und Menschlichkeit – hierfür stehen das Label VATERLAND Fashion und seine Begründer Simon Dobslaw mit seiner Frau Linda. – „Denn die Welt ist das, was wir Menschen aus ihr machen und jeder Einzelne prägt ihr Gesicht durch sein Handeln mit.“

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ - Mahatma Gandhi

Als die Eltern von drei Kindern im Sommer 2015 die Flüchtlingskrise miterlebten und die Verunsicherung auch bei sich selbst spürten, die sich hieraus in ganz Deutschland breitmachte, stellten sie sich die Frage, wie es möglich sein könnte, diese (Flüchtlings-)Krise als Chance wahrzunehmen. Tief verwurzelt in ihrem christlichen Glauben vertrauten sie darauf, dass auch solch umfassende Krisen Chancen auf ein Wachstum eröffnen und es möglich sein müsste, Menschen in Zeiten des Umbruchs Orientierung zu bieten, wenn wir diese als Aufforderung für unser eigenes Handeln begreifen.

„Die größte Tragödie ist nicht ein schmerzvoller Tod, sondern Verlassensein.“ – Mutter Teresa

Ressourcenorientiert überlegten sie, wie man die vielfältigen Fähigkeiten und das Wissen der Flüchtlinge in das eigene Land integrieren könnte, um somit eine Win-win-Situation zu schaffen, von der sowohl die Flüchtlinge, als auch die Wirtschaft des Zuwanderungslandes profitierten.

Der Grundstein zu der Idee einer Firmengründung mit Menschen, die ihr eigenes Vaterland verlassen mussten, war gelegt, als sie den syrischen Flüchtling Kasem kennenlernten. Dieser hatte in Syrien eine Textilfabrik betrieben, bis diese im Krieg zerstört wurde und er mit all seinem Fachwissen seine Heimat verlassen musste, um in Deutschland Schutz zu suchen.

In monatelangen Gesprächen näherten sich Simon Dobslaw und Kasem einander an, trafen sich mindestens einmal in der Woche zu einem Café rauchten gemeinsam Wasserpfeife und lernten die Sichtweise des jeweiligen Gegenübers kennen und schätzen. Simon Dobslaw, der schon lange den Wunsch in sich trug, ein Label für Kinderbekleidung aufzubauen, investierte neben seinem anstrengenden (Arbeits-)Alltag als Familienvater und Unternehmer viel Zeit in die Entwicklung neuer Ideen, ohne zunächst überhaupt zu wissen, ob sich seine Visionen jemals verwirklichen lassen würden. Schlussendlich entschied er sich aufgrund seiner Erfahrungen als E-Bike Unternehmer, gemeinsam mit dem Flüchtling Kasem, eine erste hochwertige und innovative Fahrradjacke zu fertigen.

Neben vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Unterstützern, die er für seine Idee begeistern konnte, schlossen sich nun auch sein Freund und ehemaliger Kollege Roman Stofer, studierter Wirtschaftsinformatiker und seine Frau Bianca Meyer, Studentin für Mediendesign, als Co-Founder dem Projekt VATERLAND an und unterstützen seitdem mit viel Leidenschaft den Aufbau von VATERLAND Fashion tatkräftig mit. Alle gemeinsam treibt der Wunsch an, ein Unternehmen mit authentischen Werten zu schaffen, mit dem es gelingt, Chancen in der sogenannten Flüchtlingskrise zu suchen und zu finden. Mit Stolz können sie bereits jetzt darauf zurückblicken, viele Flüchtlinge als Praktikanten, Teilzeit- und Vollzeitmitarbeiter in Arbeit gebracht zu haben und damit die Werte von VATERLAND Fashion weitergetragen zu haben.

„Das Meer verweigert auch den kleinsten Flüssen nicht den Zutritt, daher seine Tiefe.“ – Chinesische Weisheit

Simon und Linda Dobslaw möchten sich ganz bewusst nicht politisch positionieren, sondern vielmehr eine christlich menschliche Stellung einnehmen. Diese Intention findet sich auch in dem Namen VATERLAND Fashion wieder. Er steht für die bedingungslose Annahme und Liebe aller Menschen durch unseren Schöpfer, unseren Vater. Er steht für Menschenwürde, die es zu bewahren gilt, beispielsweise durch die sinnstiftende Wirkung von Arbeit, für Verantwortung auf der Grundlage von Nächstenliebe und Selbstsorge, für die Freiheit der eigenen Entfaltung, auch im Glauben und für Teilhabe von Menschen, denn wir alle sind Teil einer großen Gemeinschaft.

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“

– Paul Watzlawick

v.l.n.r. Kasem Dahboura, Bianca Meyer, Simon Dobslaw, Roman Stöfer, Mohammed Dahboura

Textiles Design im Kontext werteorientierter Produktion? Ein guter und authentischer Weg, denn Nachhaltigkeit durch Qualität in Produkten und Produktion, Gerechtigkeit (#Fairfashion) und Nächstenliebe, all das betrifft immer auch die Kleidung, die wir tragen. Kleidung ist ein wesentlicher Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Sie ist ein direktes Zeugnis unseres Denkens und unser Handelns.

Was für eine Persönlichkeit willst Du sein? Denn dem Kauf Deiner Kleidung aus werteorientierter Produktion kann jeder ein Zeichen setzen für Partizipation, Solidarität und Verantwortung.